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WEC-Saisonfinale in Le Mans

WEC-Weltmeister Michael Christensen und Kévin Estre (von links)

Porsche fährt beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans auf die Plätze 2, 3, 8 und 10 in der GTE-Pro-Klasse und feiert nach dem WEC-Team- auch den Fahrerweltmeistertitel. Porsche-Kundenteam Project 1 gewinnt ebenfalls den Team- und Fahrertitel in der WEC-GTE-Am-Klasse.

Die Porsche-Werksfahrer Michael Christensen aus Dänemark und Kévin Estre (Frankreich) sind Weltmeister in der FIA World Endurance Championship (WEC). Die Le-Mans-Sieger von 2018 sicherten sich den Titel durch Platz zehn in der 87. Auflage des härtesten Langstreckenrennens der Welt. Im rund 510 PS starken Porsche 911 RSR mit der Startnummer 92 wechselten sich Christensen und Estre mit dem Belgier Laurens Vanthoor ab.

„Gratulation an Michael und Kévin zum Gewinn der Fahrer-Weltmeisterschaft“, sagt Porsche-Motorsport-Leiter Fritz Enzinger. „Wir blicken auf ein perfektes Jahr zurück mit dem Gewinn aller GTE-Pro-Titel in der FIA WEC. Das gesamte Team und alle Porsche-Werkspiloten haben in der Super Season 2018/2019 auf maximalem Niveau agiert. Der Porsche 911 RSR war das Maß der Dinge. In der kommenden Saison wollen wir mit unserem neuen Auto möglichst an diese Erfolge anknüpfen.“

In Le Mans teilen sich Kévin Estre und Michael Christensen den Porsche 911 RSR mit Laurens Vanthoor. Der zehnte Platz reicht Estre/Christensen für den Gewinn des WEC-Fahrertitels

Das Porsche-Kundenteam Project 1 gewinnt in ihrer ersten WEC-Saison mit Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld), Egidio Perfetti (Norwegen) und dem Amerikaner Patrick Lindsey sowohl die Team- als auch den Fahrertitel in der GTE-Am-Klasse.

In der 87. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans zeigten alle vier Porsche 911 RSR vor 252.500 Zuschauern ein starkes Tempo. Das beste Ergebnis erzielten Gianmaria Bruni (Italien), Richard Lietz (Österreich) und Frédéric Makowiecki im rund 510 PS starken Neunelfer mit der Startnummer 91 auf Platz zwei. Earl Bamber (Neuseeland), Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy aus Großbritannien sorgten im Auto mit der Nummer 93 als Dritte für einen doppelten Podesterfolg des Porsche GT Teams. Beide Porsche 911 RSR hatten nach 24 Stunden weniger als 70 Sekunden Rückstand auf den Klassensieger Ferrari.

Vorjahressieger bis zum frühen Morgen an der Spitze
Das Fahrzeug der neuen Weltmeister Christensen und Estre sowie von Vanthoor lag über weite Strecken des Rennens auf Kurs zu einer Wiederholung des Vorjahreserfolgs. Nach rund fünf Stunden hatte die Startnummer 92 die Spitze in der GTE-Pro-Klasse übernommen und anschließend souverän das Feld in die Nacht geführt. Am frühen Morgen um 3:47 Uhr erfolgte der entscheidende Rückschlag. Die Reparatur eines defekten Auspuffsystems warf das Le-Mans-Siegertrio von 2018 um sechs Runden zurück. Am Ende überquerte das Auto die Ziellinie auf Platz zehn – genug für den Gewinn des Fahrertitels in der FIA WEC.

„Die erste Rennhälfte war sensationell. Unser Porsche 911 RSR war unglaublich schnell, wir waren ganz klare Siegkandidaten”, sagt Weltmeister Gewinn Estre. „Nach dem Rückschlag in der Nacht ging es nur noch darum, das Auto ins Ziel zu bringen, um den Fahrertitel zu gewinnen. Das war seltsam. Man nimmt alle Geräusche im Fahrzeug wahr, spürt manchmal Vibrationen, wo vielleicht gar keine sind. Entsprechend groß sind nun die Erleichterung und die Freude über den Gewinn der Weltmeisterschaft.”

Das Le-Mans-Debüt von Mathieu Jaminet (Frankreich) und Dennis Olsen (Norwegen) endete auf dem achten Platz der GTE-Pro-Kategorie. Die beiden Porsche Young Professionals teilten sich den 911 RSR mit der Nummer 94 mit Werksfahrer Sven Müller (Bingen).

Sensationelle Debütsaison für Kundenteam Project 1
In der GTE-Am-Klasse sicherte sich die Porsche-Kundenmannschaft Project 1 nach dem Aufstieg aus den Porsche-Markenpokalen in ihrer ersten Saison in der FIA WEC die Titel in Team- und Fahrerwertung. Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld), der Amerikaner Patrik Lindsey und Egidio Perfetti (Norwegen) beendeten die 24 Stunden von Le Mans im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 56 auf dem zweiten Rang. „Wir haben in unserer allerersten Saison beide Titel geholt. Mehr geht gar nicht – sensationell”, sagt Bergmeister. „Am Ende sah es von außen vielleicht so aus, als könnten wir das Rennen noch gewinnen. Aber wir mussten leider noch einmal zu einem Tankstopp in die Box. Der Ford hat verdient gewonnen und wir haben mit dem Podestplatz und dem Gewinn der Titel ausreichend Grund zum Feiern.”

Großes Pech hatten hingegen die Klassensieger des Vorjahres. Die Startnummer 77 von Dempsey-Proton Racing mit Porsche Young Professional Matt Campbell (Australien), Porsche Junior Julien Andlauer (Frankreich) und Christian Ried aus Schöneburg führte das Rennen über weite Strecken an, wurde aber durch einen Defekt am Unterboden zurückgeworfen. Das Fahrertrio beendete das Saisonfinale der FIA WEC auf Platz fünf.

Im Neunelfer mit der Startnummer 78 beendeten Louis Prette, Philippe Prette (beide Italien) und der Franzose Vincent Abril ihr Le-Mans-Debüt auf Rang sieben. Porsche Young Professional Thomas Preining (Österreich) und seine britischen Teamkollegen Michael Wainwright und Ben Barker fuhren im Fahrzeug von Gulf Racing mit der Nummer 86 auf Platz neun. Der Porsche 911 RSR mit der Startnummer 88 schied vorzeitig aus. Dempsey-Proton Racing stellte das Auto nach mehreren Unfällen von Satoshi Hoshino nach 79 Runden in der Garage ab. Der Japaner teilte sich das Fahrzeug mit Porsche Young Professional Matteo Cairoli (Italien) und dessen Landsmann Giorgio Roda.

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